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Richtlinien der Verbandsgemeinde Herrstein

Förderung der Jugendarbeit

Allgemeines

Die Verbandsgemeinde Herrstein gewährt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel Zuwendungen für die Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde als freiwillige Leistung. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Zuwendungen können nur Verbände oder Initiativen bzw. deren Mitglieder erhalten, die in der Verbandsgemeinde wirken bzw. ihren Wohnsitz haben.

Gefördert werden insbesondere:
  • Kinder- und Jugendfreizeiten
  • Projekte der Jugendarbeit
  • Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter
  • Allgemeine Jugendarbeit und Jugendbildung
Veranstaltungen von Sportvereinen, Parteien, Kirchen und sonstigen Religions- gemeinschaften sowie deren Untergliederung werden nach diesen Richtlinien nicht gefördert. Die Richtlinien für Ehrungen durch die Verbandsgemeinde bleiben unberührt.

 

1. Bewilligungsgrundsätze

1.1 Zuschussberechtigt sind nur Personen im Alter von 6 bis 25 Jahren, die an jugendpflegerischen Maßnahmen teilnehmen und ihren Wohnsitz in der Verbandsgemeinde Herrstein haben. Junge Erwachsene vom vollendeten 18. Bis zum vollen-deten 25. Lebensjahr werden in der Regel nur dann gefördert, wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden oder arbeitslos sind oder Wehr- bzw. Zivildienst leisten.

1.2 Förderungswürdige Träger von Maßnahmen und Einrichtungen der Jungenpflege sind:
 

  • Auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene anerkannte Jugendorganisationen
  • Gemeinnützige Träger der Jugendhilfe
  • Initiativen die Kinder- und Jugendarbeit leisten


1.3 Die Leiter der Maßnahmen müssen pädagogisch geeignet sein und sollen und sollen über eine entsprechende Ausbildung oder Erfahrung verfügen.

1.4 Eine Förderung durch die Verbandsgemeinde setzt die angemessene Eigenbeteiligung der Trägers und der Teilnehmer voraus. Verantwortlich für die Gesamtfinanzierung ist der Träger der geförderten Maßnahme.

1.5 Zuwendungen werden grundsätzlich nur auf Antrag bewilligt. Aus dem Antragmüssen Ablauf und Zweck der Maßnahme klar ersichtlich sein.

1.6 Die Verbandsgemeinde oder eine von ihr beauftragte Stelle ist berechtigt, jederzeit die zweckentsprechende Verwendung der Zuwendung nachzuprüfen.

1.7 Die Zuwendung aus Mitteln der Verbandsgemeinde ist nachrangig. Alle weiteren Zuwendungsmöglichkeiten sind auszuschöpfen. Eine zweckgleiche Zuwendung des Landkreises wird zur Hälfte angerechnet.

1.8 Die Grundsätze umweltgerechten Verhaltens sind zu beachten. Ökologische Zusammenhänge dürfen nicht vernachlässigt werden.

 

2. Regelungen für einzelne Veranstaltungen von Maßnahmen

2.1 Kinder- und Jugendfreizeiten

Gefördert werden Maßnahmen mit einer dauer von mindestens 3 und höchstens 21 Tagen. Die Mindestgruppenstärke beträgt 6 Teilnehmer und 1 Betreuer. Für je angefangene 10 Teilnehmer wird ein Gruppenleiter gefördert, der auch außerhalb der Verbandsgemeinde seinen Wohnsitz haben kann. Der Gruppenleiter bzw. die –leiterin soll mindestens 18 Jahre alt sein. Die Zuwendung beträgt pro Tag und Teilnehmer 1,00 €. Voll förderungsfähig ist ein Tag, wenn die Abfahrt vor 15.00 Uhr und die Rückkehr nach 16.00 stattfindet.

2.2 Außerschulische Jugendbildung und sonstige Jugendarbeit

Es werden Jugendgruppenleiterlehrgänge, Wochenendseminare und Schulungen zur Ausbildung von Jugendgruppenleitern und Jungendgruppenleiterinnen (Mindestalter 16 Jahre) gefördert. Die Lehrgänge und Seminare sollen mindestens 10 und höchstens 30 Teilnehmerumfassen und die Dauer von 7 Tagen nicht über- bzw. 2 Tagen nicht unterschreiten. Für Anreise und Abreise gilt die Regelung zu 2.1. Die Zuwendung beträgt 2,00 € pro Tag und Teilnehmer. Referentenkosten werden bis zu einem Drittel der Kosten, höchstens jedoch 75,00 €, bei Wochenendveranstaltungen 40,00 € und bei Tagesveranstaltungen 15,00 € übernommen. Die vermittelten Inhalte sind nachzuweisen.

2.3 Förderung von Einrichtungen

Für die pädagogische Arbeit in den Jungendräumen bzw. Jugendtreffs kann eine jährliche Zuwendung gezahlt werden, die auch die Unkosten der ehrenamtlichen Mitarbeiter abdecken soll. Betriebskosten werden nicht gefördert. Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 250,00 €.

2.4 Sonstige Maßnahmen

Es werden Jugendprojekte in der Verbandsgemeinde angemessen gefördert, die neue Impulse setzten, Anregungen und Ideen geben und Experimente in der Kinder- und Jungendarbeit beinhalten (z. B. Projekte zur Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher, von Behinderten und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen und Projekte mit sozialem Anliegen). Die Zuwendung beträgt in der Regel pro Maßnahme 20% der Kosten, maximal jedoch 250,00 €. Über eine höhere Förderung entscheidet in Einzelfällen der Haupt- und Finanzausschuss. Die Durchführung der Maßnahmen wird von der Verbandsgemeinde begleitet.

2.5 Zuwendungen für technische und pädagogische Hilfsmittel

Gefördert wird die Anschaffung von Geräten, Spielen und sonstigen Materialien, die für die Gruppenarbeit oder zur Gestaltung von Freizeiten benötigt werden. Die Zuwendung beträgt 30% der Anschaffungskosten, höchsten jedoch 250,00 €. In Einzelfällen kann der Haupt- und Finanzausschuss eine höhere Förderung festsetzten.

3. Verfahren

Über die Bewilligung entscheidet der Bürgermeister, soweit nicht mit dem Haupt- und Finanzausschuss die Entscheidung vorbehalten ist. Zuwendungen für sonstige Maßnahmen (2.4) sind rechtzeitig unter Beifügung eines Kosten- und Finanzierungsplanes sowie einer Kurzbeschreibung des beabsichtigten Projektes spätestens vier Wochen vor Beginn der Maßnahme zu beantragen. Zuwendungen für technische und pädagogische Hilfsmittel (2.5) können formlos mit Finanzierungsplan und mindestens 2 Angeboten beantragt werden.

Die Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten (2.1) und Maßnahmen der außer schulischen Jungendbildung und Jugendarbeit (2.2) soll spätestens 4 Wochen nach Durchführung der Maßnahme beantragt werden.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • Eine von den Teilnehmern unterschriebene Teilnehmerliste
  • Ein Nachweis über den Aufenthalt und
  • Bei Weiterbildungsmaßnahmen ein Programm

Die zur Verfügung gestellten öffentlichen Mittel dürfen nur für den Bewilligungszweck Verwendung finden. Bei zweckfremder Verwendung ist die Rückforderung möglich.

 

4. Inkrafttreten

Diese Richtlinien treten zum 1.1.2013 in Kraft. Gleichzeitig werden die bisherigen Regelungen aufgehoben.

Herrstein, den 25.04.2013
Verbandsgemeindeverwaltung
Herrstein

Uwe Weber
Bürgermeister